Metabolic Balance

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Was wissen wir denn wirklich darüber,  was zu Übergewicht und Dickleibigkeit führt ?

Wenn es darum geht die Gründe aufzuzeigen, warum Dicke zu dick sind, dann sind sich die Experten schnell einig. Das Wissen über die Behandlung von Übergewicht ist klar und allgemein anerkannt! Dicke müssen einfach weniger essen und sich mehr bewegen ! Auch das Wissen über die Ursachen von Übergewicht, ist klar und allgemein anerkannt ! Dicke essen mehr Kalorien als sie verbrauchen ! Allgemein anerkannt ist aber auch, diese Behandlungsempfehlungen bringen schlechte Resultate, die nicht von Dauer sind ! Anstatt die Behandlungsrichtlinien zu hinterfragen, wird die Schuld auf die Dicken geschoben!

„Bewegt euch mehr und esst weniger!“

Wir wissen bis heute nicht genau woher das Übergewicht kommt, behandeln es aber erst einmal dadurch, dass wir weniger zu essen und mehr Bewegung empfehlen. Oft wird die Behandlung in die Hände von Psychologen gelegt, um das Essverhalten zu verändern, die Menschen zu gesünderem Essen zu motivieren, wobei ich nicht weiß, wie man ein 2-jähriges Kind, das schon viel zu dick ist psychologisch behandeln will!

All diese Versuche haben keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht, die Menschen werden immer dicker und kranker! Dennoch wird an den alten Annahmen festgehalten und die Schuld nicht der falschen Annahme gegeben sondern den willensschwachen und disziplinlosen Patienten, die wenn sie etwas angefangen haben kein Durchhaltevermögen haben. Empfohlen wird bei Übergewicht in erster Linie:

-Fettarme Ernährung, d.h. die tägliche Fettzufuhr sollte unter 20% liegen

– Kohlenhydratreiche Ernährung, mind. 60%, da Kohlenhydrate im Vergleich zu Fett deutlich weniger Kalorien liefern und somit dazu beitragen die Gesamtkalorienzahl zu senken.

-5-6 Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich

-Kalorienarme Ernährung

– mehr Bewegung

Hierzu muss man jedoch auch Nahrungsmittel liefern, die verbrannt werden können, wie z.B. Fett und Kohlenhydrate und Eiweiße nicht Weichmacher, Glutamat, Süßstoffe. Das sind für den Organismus Fremdstoffe und bringen den Stoffwechsel durcheinander, lassen ihn nicht mehr richtig arbeiten.

Unser Organismus, der noch mit den Genen von vor mehr als 200.000 Jahren lebt ist für viele dieser neuartigen Zusatzstoffe nicht ausgelegt, d.h. der Organismus kann damit nichts anfangen, nicht verstoffwechseln.

Seit einigen Jahren weiß man, dass Glutamat und Süßstoffe, die gern auch in den kalorienreduzierten Fertigprodukten eingesetzt werden, appetitanregende Wirkung auf den Organismus ausüben und damit den Einzelnen verleiten häufig mehr von den Produkten zu essen, als tatsächlich empfohlen wird. Doch diese Erkenntnisse sind bislang nicht in die Behandlungstherapie für Übergewichtige mit eingeflossen.

Diejenigen unserer Vorfahren, die eine hohe Speicherkapazität hatten, haben die langen Winter mit sehr wenig Nahrungsangebot gut überstanden, hatten also einen Überlebensvorteil! In Zeiten (Frühling bis Sommer) war das Nahrungsmittelangebot „groß und vielfältig“ (Kräuter, Samen, Nüsse, Früchte, Wild, Fisch…), hier wurde der Vorrat (Fett-depots) für den Winter angelegt um dann in der kargen Zeit davon zu zehren.

Alle Jäger- und Sammlervölker hatten und haben eine sehr hohe Insulinresistenz, d.h. die Insulinrezeptoren in der Zellwand schließen einfach zu, nach dem Motto: “Wir lassen keinen weiteren Zucker rein. Wir brauchen den im Moment nicht.“ Das führt dazu, dass der Zucker, der nicht sofort in den Zellen verbrannt wird, den Organen, die aus Glucose ihre Energie gewinnen, wie Gehirn, rote Blutkörperchen usw. zur Verfügung steht und der Rest in Form von Glycogen und Fett gespeichert wird.

Heute, im Zeitalter des Überangebots, hat sich dieser Vorteil in ein hohes Risiko für Krankheiten aus dem metabolischen Syndrom umgewandelt. Wir kennen nicht mehr den Mangel, Verzicht auf Nahrung. (Ausnahme: Heilfasten- freiwilliger Verzicht auf Nahrung)

Der Zuckeranstieg in unserem Blut führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse Insulin bereitstellen muss. Die Aufgabe dieses Hormons ist es, den Zucker in die Zellen einschleusen, wo er dann zu Energie verbrannt werden kann.

Kurzkettige Kohlenhydrate, wie raffinierte Zucker, Traubenzucker, Süßigkeiten, Schokolade lassen den Blutzuckerspiegel und damit auch den Insulinspiegel schnell und stark ansteigen. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, dass keine langanhaltende Sättigung eintritt, da das Insulin zwar schnell die Kohlenhydrate in die Zellen befördert um so den Blutzuckerspiegel wieder ins Optimum zu bringen, aber das Insulin selbst benötigt einfach einen längeren Zeitraum um sich abzubauen. Daher tritt schon nach kurzer Zeit starkes Hungergefühl auf.

Langkettige Kohlenhydrate wie sie in Gemüse, teilweise in Getreide, Kartoffeln und Reis zu finden sind, diese bewirken einen moderaten Blutzuckeranstieg und damit eine geringe Insulinausschüttung. Da die Aufspaltung der Kohlenhydratketten in einzelne Glucosebausteine langsam von statten geht und somit die Glucose in die Blutbahn tröpfelt.

Wenn alle Energie sofort in den Fettdepots gespeichert wird, bekommen insbesondere die glukoseabhängigen Organe (Nerven, Gehirn u.s.w.) keine Energie und es entsteht sofort wieder Hungergefühl! Andererseits kann bei hohem Insulin kein Fett verbrannt werden. Die beiden Stresshormone Adrenalin (akuter Stress) und Cortison (Dauerstress) werden vermehrt gebildet und führen selbst wieder zur Insulinerhöhung. Es werden mehr Triglyceride und Cholesterin gebildet Entzündungshemmende und Antiaging-Hormone werden weniger gebildet.

Die Darmschleimhaut, welche unter normalen Umständen eine extrem dicke Schutzschicht darstellt zieht sich bei andauernder entzündlicher Belastung so zurück, dass sie immer mehr ausdünnt, wobei die Mikroporen, die Öffnungen zum Blut hin immer größer werden. Das Maschennetz zieht sich stark auseinander und großmolekulare Eiweißgifte unverdaute Nahrungsbestandteile können die Darmschleimhaut durchdringen und kommen direkt mit dem Blut in Kontakt. In der Medizin bezeichnet man dies als Leaky-Gut-Syndrom. Dieser schädliche Prozess ist vergleichbar mit einem Filter durch dessen beschädigte Stellen Schmutzpartikel und Giftstoffe gelangen können. Eine gestörte Darmflora verhindert oftmals auch das wichtige Vitamine, Mineralstoffe, die für einen gut funktionierenden Stoffwechsel erforderlich sind nicht aufgenommen werden können.